Manchester United deklassiert schwache Leverkusener

Posted on 28. November 2013Comments Off on Manchester United deklassiert schwache Leverkusener
Manchester United deklassiert schwache Leverkusener
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Bayer Leverkusen hat das Champions League-Rückspiel gegen Manchester United in der Gruppe A zu Hause mit 0:5 (0:2) verloren. Damit hat es die Werkself nicht mehr in der eigenen Hand, sich für das Achtelfinale der Königsklasse zu qualifizieren.

Am fünften Spieltag der Champions-League Saison empfing Bayer Leverkusen den englischen Meister. Der Tabellenzweite der Bundesliga wirkte von Beginn an vorsichtig und leicht nervös. Trotzdem entwickelte sich zunächst ein recht offenes Spiel, in dessen Verlauf sich die Gastgeber zunehmend mehr nach vorne wagten. Aktivposten waren der nicht immer glücklich agierende, aber doch mutige und auffällige Son und Stefan Kießling. Dieser hatte in der 21. Minute nach gelungenem Dribbling gegen Ferdinand die Führung auf dem Fuß, wurde aber im letzten Moment sauber von Jones abgegrätscht.

Bezeichnenderweise folgte direkt darauf nach Ballverlust von Reinartz das Kontertor der Engländer: Rooney flankte beinahe ungehindert auf den langen Pfosten, wo Valencia den Ball aus vollem Sprint nur noch über die Linie drücken musste. Lediglich acht Minuten später dann war es wieder Rooney, der den Ball – diesmal durch einen Freistoß aus dem Halbfeld – gefährlich in den Sechzehner flankte. Spahic verlängert unglücklich und traf per Kopf ins eigene Tor.

Manchester machte zu diesem Zeitpunkt also aus zwei Chancen zwei Tore – Leverkusen wirkte spätestens jetzt vollends verunsichert und ergab sich mehr oder weniger seinem Schicksal. Plätscherte das Spiel bis zur 65. Minute vor sich hin, so folgte auf einen Standard – jetzt war es eine Ecke – das 3:0 durch Evans. Die Werkself brach nun vollständig auseinander und kassierte noch zwei weitere Tore durch Smalling (77.) und Nani (88.).

Leverkusen, in der Liga in Höchstform, zeigte sich einmal mehr international als viel zu vorsichtig und zurückhaltend. ManU, derzeit bloß Sechster der Liga, sollte für den Zweiten der Bundesliga kein derartig angsteinflößender Gegner sein. Von Beginn an wirkte die ganze Körpersprache der Gastgeber zu passiv. Zwar war gerade in den ersten Minuten deutlich der Wille zu spüren, diese Ehrfurcht abzulegen – die Kaltschnäuzigkeit der Engländer aber verpasste diesem vorsichtigen Selbstbewusstsein einen deutlichen Dämpfer. Es fehlte an Kampf und Leidenschaft. Gerade daheim muss ein solches Spiel anders gestaltet werden, müssen die Zweikämpfe aggressiver gesucht werden. So lange die Werkself in den Vergleichen mit namhaften internationalen Gegnern diese Scheu nicht ablegt, wird sie über kleine Achtungserfolge nicht hinauskommen.

Am letzten Spieltag benötigt die Werkself neben einem eigenen Erfolg auswärts bei Real Socieded auch Schützenhilfe der Red Devils, die zeitgleich zu Hause gegen Schachtar Donezk spielen. Die Ukrainer setzen sich gestern mit 4:0 gegen Sociedad durch und zogen an Bayer auf Platz 2 der Gruppe A vorbei, United hat sich mit dem gestrigen Erfolg bereits vorzeitig für die K.o.-Phase qualifiziert.