Dortmund gewinnt 4:2 gegen Zenit St. Petersburg

Posted on 25. February 2014Comments Off on Dortmund gewinnt 4:2 gegen Zenit St. Petersburg
Dortmund gewinnt 4:2 gegen Zenit St. Petersburg
AFP

Borussia Dortmund hat mit dem 4:2 Auswärterfolg gegen Zenit St. Petersburg mehr als nur einen Schritt in Richtung Champions League-Viertelfinale gemacht und kann mit einem beruhigenden Polster in das Rückspiel Mitte März gehen.

Dass die Dortmunder in der Champions League für Spektakel zu sorgen imstande sind, ist mittlerweile hinlänglich bekannt. Gegen St. Petersburg war es wieder mal so weit: Sechs Tore fielen in Russland – als Auswärtsteam für die Borussen natürlich von Vorteil. Dabei führte man bereits nach nur fünf Minuten mit zwei Toren Vorsprung: Direkt nach der frühen Führung durch Mkhitaryan erhöhte Reus auf 2:0. Vor allem zu Beginn aber zeigten die Russen auch eine absolut undiskutable Abwehrleistung. Tatsächlich hatte der BVB eigentlich über die gesamten 90 Minuten keine Mühe mit Zenit, dem deutlich anzumerken war, dass bereits seit Dezember Winterpause in der russischen Liga ist.

Die Dortmunder zeigten ein phantastisches Pressing und Gegenpressing, ließen dem Gegner kaum Luft zum Atmen, so dass die starken Individualspieler in der Offensive kaum zur Geltung kamen. Allerdings ließen die Gäste die Zügel zunehmend etwas lockerer, spielten die Angriffe nicht konsequent genug bis zum Schluss. So berappelte sich Zenit langsam aber sicher wieder etwas. Vor allem Brasilianer Hulk ließ sein Können immer wieder aufblitzen. Nichtsdestotrotz entstand der Anschlusstreffer quasi aus dem Nichts: Der sonst sehr starke Sokratis verlor den Ball in der eigenen Hälfte, der darauf folgende Konter mündete in einer Art Billardspiel im Sechzehner – mit erfreulichem Ende für die Russen: Shatov beförderte das Leder nämlich schließlich ins gegnerische Tor und verkürzte damit den Rückstand. Kurz schien das Spiel also kippen zu können. Doch hatten die Borussen die perfekte Antwort parat: Piszczek und Lewandowski kombinierten sich sehenswert über den rechten Flügel. Der Außenverteidiger legte noch einmal zurück und der polnische Stürmer erhöhte auf 3:1. Nun aber ging es Schlag auf Schlag: Nur wenige Minuten nachher gab der Schiedsrichter einen – unberechtigten – Elfmeter für Zenit, den Hulk unhaltbar verwandelte. Doch erneut kam die prompte Antwort Lewandowskis, der nach schwacher Verteidigung der Russen rechts frei vor dem Torwart auftauchte und trocken einnetzte. Das 4:2 war dann auch der Endstand in einem torreichen, aber dennoch seltsam unspektakulären Spiel.

Als Auswärtsmannschaft ist das Resultat für Borussia Dortmund natürlich phantastisch. Allerdings muss man sich vorwerfen lassen, den vollkommen verunsicherten Gegner gleich zweimal beinahe wieder in die Partie hat kommen zu lassen. Dafür hingegen zeigten die Schwarzgelben ein beeindruckendes Spiel gegen den Ball und bewiesen vor des Gegners Tor eine beinahe ungewohnte Kaltschnäuzigkeit. So hatte der BVB im Rückblick das Geschehen vollkommen unter Kontrolle. Auch dürfte kaum jemand daran zweifeln, dass die Dortmunder im Rückspiel kaum etwas werden anbrennen lassen und somit mehr oder weniger im Viertelfinale der UEFA Champions League stehen.
Zenit St. Petersburg enttäuschte auf ganzer Linie und hat in der Form im Achtelfinale der Königsklasse absolut nichts verloren. Einzig Hulk konnte seine außerordentlichen Fähigkeiten ab und zu aufblitzen lassen. In einer starken Mannschaft wäre der Brasilianer mit Sicherheit eine echte Waffe.