Chelsea ermauert sich 0:0 bei Atletico Madrid

By | 22. April 2014
Die UEFA Champions League

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Null zu Null – so endete das Hinspiel des Halbfinals der UEFA Champions League. Der FC Chelsea setzte alles auf Defensive und scheint trotz fehlenden Auswärtstores zufrieden mit dem Ergebnis.

Tatsächlich war vor der Partie viel darüber spekuliert worden, wer denn nun das Spiel gestalten würde in einem Duell zweier Kontrahenten, die es lieben, gegen etwas behäbiges, ballbesitzorientiertes Spiel zu kämpfen. Am Ende war es eindeutig Atletico Madrid, das, angepeitscht von einer schier phantastischen Leistung der heimischen Zuschauer, das Spiel bestimmte. Jose Mourinho dagegen ignorierte taktisch vollkommen den Umstand, im Halbfinale gegen einen vermeintlichen Underdog zu spielen und setzte alles aufs Rückspiel daheim an der Stamford Bridge. Zuletzt zeigten sich die Blues in den Rückspielen als weit kaltschnäuziger und effizienter. Gerade gegen die von ihrer Leidenschaft lebenden Madrilenen könnte die Strategie am Ende aufgehen. Spieler und Trainer in Diensten des FC Chelsea verfügen über weitaus mehr internationaler Erfahrung und bilden eine klassische „Turniermannschaft“ in etwas altmodischem Sinne.

Andererseits: Gelingt Atletico ein Führungstor, so wird es für die Gastgeber außerordentlich unangenehm: Es werden in diesem Falle zwei eigene Tore benötigt, wozu man wohl nicht umhin käme, offensiver zu agieren. Das hingegen würde den Gästen perfekt in die Karten passen – Kontern ist eine der größten Stärken Atletico Madrids. Gelänge diesen dann aus einem jener Vorstöße ein zweites Tor, so würde die Situation für die Blues mehr oder minder aussichtslos.

Jose Mourinho also spekuliert durchaus riskant. Am Ende aber ist es alles andere als unwahrscheinlich, dass die Strategie des erfahrenen Strategen aufgeht und Chelsea aufgrund der eigenen Kaltschnäuzigkeit ins Finale einzieht. Allein, verdient hätten es die Blues nicht, mit dieser Form des „Anti-Fußballs“ so weit zu kommen.

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